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Individuelle Gestaltung der Vertragsinhalte

Dauerthema Befristung (16. Januar 2018)

Das Thema Befristung beschäftigt das Bundesarbeitsgericht (BAG) weiterhin. In zwei aktuellen Entscheidungen haben die Erfurter Richter erneut über Befristungen geurteilt, die mit der Eigenart des Beschäftigungsverhältnisses begründet wurden.

In dem einen Fall ging es um den Torwart eines Profi-Fußballvereins der 1. Bundesliga (Urteil vom 16. Januar 2018, Az.: 7 AZR 312/16), in dem anderen Fall um eine künstlerisch tätige Maskenbildnerin an einem Theater (Urteil vom 13. Dezember 2017, Az.: 7 AZR 369/16).

Im Falle der Maskenbildnerin wurde das Grundrecht der Kunstfreiheit des Arbeitgebers berücksichtigt. Für diesen Arbeitgeber, wie auch für Arbeitgeber, die sich auf die Rundfunk- oder Pressefreiheit berufen können, gelten Privilegien im Arbeitsrecht.

Im Falle des Profifußballers war die Begründung des ABG eine andere: Hier ging es eher darum, dass diese Personengruppe ihre sportlichen Höchstleistungen nur für eine begrenzte Zeit erbringen kann. Dies sei eine Besonderheit, die in aller Regel ein berechtigtes Interesse des Arbeitgebers an einer Befristung des Arbeitsverhältnisses begründe.

 

Rechtsgrundlagen:
§ 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)