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Befristung nach Heimarbeit (24. August 2016)

Arbeitsverträge können nur unter strengen Voraussetzungen befristet werden. Das Gesetz unterscheidet zwischen Befristungen mit Sachgrund – z.B. die Vertretung eines langfristig erkrankten Kollegen – und der Befristung ohne Sachgrund. Ohne Sachgrund kann ein Arbeitsverhältnis bis längstens zwei Jahre befristet werden.

Eine sachgrundlose Befristung ist dann nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein Arbeitsverhältnis bestanden hat. In dem vom Bundesarbeitsgericht (BAG) am 24. August 2016 entschiedenen Fall bestand nun vor dem befristeten Arbeitsverhältnis ein Heimarbeitsverhältnis (Az.: 7 AZR 625/15). Kennzeichnend für den Heimarbeiter ist, dass er seine Arbeitsstätte selbst wählt.

Das BAG hat nun entschieden, dass ein solches Heimarbeitsverhältnis kein Arbeitsverhältnis ist, das einer sachgrundlosen Befristung entgegensteht.

 

Rechtsgrundlagen:
§§ 14 Abs. 2 Satz 1 und 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG),
§ 2 Abs. 1 Heimarbeitsgesetz (HAG)