Ihr Arbeitsvertrag von janolaw -

Individuelle Gestaltung der Vertragsinhalte

Tipp 4: Das kranke Kind

Die Krankheit eines Kindes ist für alle Beteiligten unwillkommen: Vater oder Mutter, die das Kind betreuen müssen, der Arbeitgeber, der auf das betroffene Elternteil verzichten muss – und natürlich für das Kind selbst. Zumindest der Arbeitgeber kann aber durch eine geschickte Gestaltung des Arbeitsvertrages seinen Schaden gering halten.

Normalerweise muss der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer nämlich bezahlt freistellen, wenn dieser sich vorübergehend um sein krankes Kind zu Hause kümmern muss. Das ist aber nicht unabwendbar. Im Arbeitsvertrag kann durchaus vereinbart werden, dass der Arbeitgeber keinen Lohn zahlen muss für Zeiten, in denen der Arbeitnehmer vorübergehend an der Arbeitsleistung verhindert ist.

Nur in diesem Fall kann dann die gesetzliche Krankenkasse einspringen und dem Arbeitnehmer Krankengeld zahlen. Ist der Arbeitnehmer-Anspruch auf bezahlte Freistellung in diesem Fall dagegen nicht ausgeschlossen, hält sich die Krankenkasse vornehm zurück und lässt dem Arbeitgeber bei der Zahlung den Vortritt.



Rechtsgrundlagen:
§ 616 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 45 Fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V)